IKEA-Tour

Für mich gibt es schönere Dinge, als bei IKEA einkaufen zu gehen. Eine Tour durch Schweden beispielsweise.

[Hier ist eigentlich ein Bild: Motorrad vor schwedischem Haus.]

Manchmal gehen wir im Möbelhaus von Ingvar Kamprad vom Hof Elmtaryd aus dem Kaff Agunnaryd, also IKEA, einkaufen. Mein Verhältnis zu dem Laden ist gespalten. Manchmal sind wir dort. Aber ich mag diesen langen und aufgezwungenen Marsch durch die Einkaufshallen einfach nicht. Auch den Köttbullar* traue ich nicht so recht über den Weg.

Spätestens bei den Bilderrahmen habe ich normalerweise schlechte Laune. Zudem befremdet mich das aufgezwungene und anbiedernde „Du“ hier im Süden Deutschlands. Als würde die Pädagogin vom Dienst zum Kakao rufen. Auch das mit dem charmanten schwedischen Akzent durchsetzte Deutsch hilft dann nicht.

Reise durch den Produktkatalog

Für Erheiterung bei unseren Besuchen sorgen aber immer die teilweise kurios wirkenden Produktnamen. Användbar, Backig, Behaga, Hållö, Ordning, Kagge … Wirklich? Im Ernst?

Bis zu unserer Tour durch Schweden. An manchen Tagen schien es uns, als würden wir durch IKEAs Produktkatalog reisen. Ein freundlicher Schwede weihte uns schließlich in das System ein. Je nach Produkt werden schwedische, norwegische und auch dänische Ortsnamen verwendet. Teilweise auch Personennamen, Begriffe aus der Tierwelt und anderen Kategorien.**

Das macht mir den IKEA-Besuch zwar nicht angenehmer, aber im Katalog blättere ich seither gern. „Ah! Erinnerst Du Dich an Särna? Da hatte ich den Platten.“

*Eine amüsante Anekdote zur Herkunft der wabbeligen Hackbällchen findet sich bei der Online-Ausgabe des Merkur vom 13.01.2019.

**Eine ausführliche Erklärung findet sich unter anderem auf der Webseite von IKEA.

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